Erdwärme Bohrungen

Die Erdwärme, die auch Geothermie genannt wird, ist die natürliche Wärme der Erde. Mit Ausnahme eines sehr geringen Teils ist fast die gesamte Erde über 1000 Grad heiß. In der geothermischen Tiefenstufe der äußeren Erdkruste nehmen die Temperaturen ständig zu. Der zu der Erdoberfläche hinströmende Wärmestrom liegt bei etwa 6,5 - 1020 J pro Jahr. In den Gesteinen entsteht er durch einen Zerfallprozess der Elemente, die radioaktiv sind. Die größten Erdenergiequellen sind bei vulkanischen Gebieten, in geologischen Gräben, im Rückland von jungen Faltengebirgen, sowie in Bereichen geotektonischer Störungen und den Erdkrustplatten.
Diese Nutzung dieser
unerschöpflichen Energiequellen wird
immer ausgebreiteter und sie wird in Zukunft eine sehr große
Bedeutung in der allgemeinen Energiegewinnung spielen. Während
in den Energiekraftwerken für die Gebäudeheizungen
und die Warmwasserbereitung die vulkanischen Dämpfe und das
Heißwasser gespeichert werden, wie zum Beispiel in Italien
und Island, wird den geothermischen Anormalien ebenso so viel Bedeutung
zugesprochen, wie zum Beispiel im deutschen Lindau und Bad Urach. Die
heißen Gesteinsmassen der Erde besitzen eine der
bedeutendsten Wärmereserven überhaupt. Hierbei werden Bohrungen durchgeführt, um die Erdwärme an die
Oberfläche zum Vorschein zu bringen.
Erdwärme Bohrungen
Die Bohrungen für die Erdwärmesonden erfolgt in verschiedenen Schritten. Bei der
Abteufung von Erdwärmesonden- Bohrungen wird eine
entsprechende Technik angewendet.
Dabei kommen meist 2 verschiedene
Verfahren zum Einsatz, zum einen das sogenannte Imlochhammer-
Bohrverfahren, welches durch eine Luftspülung im
Festgestein
stattfindet, und zum anderen das Direktspülverfahren,
das mit
einer Benonitspülung oder Wasser erfolgt, wobei eine
Sedimation stattfindet.
In der Regel beträgt der Durchmesser
eines solchen Erdwärmebohrloches 152 mm. Da es sich bei den oberen
Gesteinsschichten um Lockergestein handelt, werden diese vor dem
Zusammenbrechen mit einer Hilfsverrohrung gestützt und
geschützt.
Die Tiefe der
Bohrlöcher und ebenso auch
die Anzahl der durchzuführenden Bohrungen sind zum
einen
abhängig von dem erforderlichen Energiebedarf und zum anderen
von der geologischen Bedingung, die der entsprechende Standort bieten
kann. Meistens wird bis zu 100 m in die Tiefe gebohrt, allerdings
gibt
es auch einige Gebiete in Deutschland, in denen die Auflage der
Wasserbehörde mit Hilfe des Wasserrechts ebenso
auch geringere
Bohrtiefen ermöglicht. Die Niederbringung der Erdwärme-Bohrungen hat
zur Folge, dass sich durch die Veränderung der
Beschaffenheiten, die verschiedenen Stockwerke des Grundwassers
zusammen vermischen und somit einen übergreifenden
Grundwasseraustausch ermöglichen. Unter den richtigen
Gegebenheiten entstehen quantitative und qualitative
Veränderungen der bestehenden Grundwasserhorizonte. Ein
spezielles Verpressverfahren mit einer bestimmten Technik garantiert
die sorgfältige und saubere Trennung der Grundwasserschichten
und dass die Erdwärmesonden hinterfüllt werden.
Verpressung der Erdwärmesonden - Bohrungen
Seit einigen Jahrzehnten laufen ebenso in Deutschland die Forschungsarbeiten betreffend der Geothermie als Lieferant für nützliche Wärme. Die Wärmequellen, die sich unterirdisch in Deutschland befinden, könnten den gesamten Strom- und Energiebedarf Deutschlands abdecken, deshalb ist es eine der wichtigsten Energiequellen in der Zukunft. Zu dem bringt diese Art der Gewinnung von Energie wichtige Vorteile mit sich, wie zum Beispiel die Umweltfreundlichkeit und die Klimafreundlichkeit. Außerdem bringt sie nicht so viele Gefahren und Probleme für die natürliche Umwelt, wie ebenso auch für die Menschen mit sich, wie es im Gegenteil dazu Kernkraftwerke verursachen können.