Erdwärmeprojekt Neustadt-Glewe
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Erdwärmeprojekt Neustadt Glewe

Das Erdwärmeprojekt Neustadt-Glewe umfasst seit dem Jahr 2003 das Geothermiekraftwerk in Deutschland.

Erdwärmeprojekt Neustadt GleweDas Geothermiekraftwerk Neustadt-Glewe wird ebenfalls in einer Kraft-Wärme-Kopplung betrieben. Dies bedeutet, dass hier die Gewinnung von Fernwärme mit der Umwandlung in elektrischen Strom kombiniert wird, wodurch ein besserer Wirkungsgrad erzielt wird, weil so gut wie keine Abwärme ungenutzt in die Umgebung abgegeben wird.

Gefördert werden Anlagen wie das Geothermiekraftwerk Neustadt-Glewe durch zwei Gesetze. Dies ist einmal das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (abgekürzt KWKG, vollständig "Gesetz für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung") vom 1. April 2002, andererseits das Erneuerbare-Energien-Gesetz (abgekürzt EEG, ausgeschrieben "Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien"), welches am 1. April 2000 erstmals inkraftgetreten ist und heute in seiner Neufassung vom 1. Januar 2009 gilt.



Das Geothermieprojekt

Das Erdwärmeprojekt Neustadt-Glewe basiert auf einem, bereits im Jahr 1994 in Betrieb genommenen, Geothermie-Heizwerk. Es wird durch ein Tochterunternehmen der Schweriner WEMAG AG und der Berliner Vattenfall Europe, die Erdwärme-Kraft GbR, betrieben. Die Vattenfall Europe AG ist ihrerseits ein Tochterunternehmen des schwedischen Unternehmens Vattenfall und Deutschlands viertgrößter Stromkonzern. Dagegen ist die WEMAG AG ein auf die Regionen Mecklenburg und Westprignitz konzentrierter, regionaler Energieversorger.

Das Erdwärmeprojekt Neustadt-Glewe stellt die Versorgung der örtlichen Haushalte sicher. Um die Thermalwasserenergie optimal auszunutzen, wird hier die Gewinnung von Wärmeenergie mit der Stromerzeugung kombiniert, wobei die Fernwärme Vorrang vor der elektrischen Energie hat. Dies bedeutet, dass im Winter der überwiegende Teil der Thermalwasserenergie für die Fernwärmeproduktion genutzt wird, im Sommer ist dagegen ein Volllastbetrieb möglich. Dadurch kann der elektrische Nettowirkungsgrad von nur 2,5 %, beziehungsweise der elektrische Bruttowirkungsgrad von 7,7 %, deutlich verbessert werden.

System des Erdwärmekraftwerks

Geothermieprojekt Neusdtadt GleweWie andere Kraftwerke auch, besteht das Erdwärmeprojekt Neustadt-Glewe aus einem Verdampfer, einem Kondensator, einer Turbine mit Generator und einer Speisepumpe. Das Thermalwasser wird aus einer Tiefe von etwa 2.455 Metern aus den Erdschichten Keuper und Rätkeuper gewonnen. Der Rückspeisepunkt des abgekühlten Wassers liegt bei etwa 2.335 Metern und rund 1.500 Meter vom Förderpunkt entfernt. Die Sole hat einen Salzgehalt von 220 Gramm pro Liter. Die installierte Leistung liegt bei 230 kW, der Eigenbedarf der Anlage bei rund 155 kW. Die geothermische Wärmeleistung beträgt rund 3.000 kW. Hervorzuheben ist, dass beim Erdwärmeprojekt Neustadt-Glewe die weltweit niedrigste Thermalwassertemperatur von rund 98 Grad Celsius eingesetzt wird. Aus diesem Grund arbeitet man zusätzlich mit einer speziellen organischen, synthetischen Flüssigkeit, die selbst einen Siedepunkt von etwa 30 Grad Celsius hat. Die Turbine wird anstatt mit Wasserdampf mit dieser Flüssigkeit angetrieben, wodurch der Stromgenerator betrieben wird. Der dabei entstehende Dampf wird soweit abgekühlt, dass er sich verflüssigt und anschließend im Wärmeaustauscher durch frisches Thermalwasser erneut erhitzt. Dieses Nutzungsverfahren wird auch als Organic Rankine Cycle Verfahren bezeichnet.

Das Erdwärmeprojekt Neustadt-Glewe hat zwei Nachfolgeprojekte. Dies ist einmal das 2007 in Landau in der Pfalz errichtet Geothermiekraftwerk Landau, welches als erstes industrielles Geothermiekraftwerk Deutschlands gilt. Das süddeutsche Geothermiekraftwerk Unterhaching wurde im Jahr 2009 in Betrieb genommen.