Erdwärmeprojekt Unterhaching
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Erdwärmeprojekt in Unterhaching leistet Pionierarbeit in Deutschland

Erdwärme UnterhachingIn einer Projektdauer von nur 7 Jahren wurde der Traum vieler umweltbewusster Verbraucher und Politiker nach einer absolut abgasfreien und emissionsarmen Gewinnung von Heizenergie und auch von Strom verwirklicht.

Dabei wurde in Deutschland Pionierarbeit geleistet, nachdem die Nutzung von Erdwärme jahrhundertalang nur möglich gewesen ist, wenn Heißwasserquellen direkt unter der Oberfläche gefunden worden sind. Das Erdwärmeprojekt Unterhaching nutzt die Möglichkeiten neuer Technik und Bohrmethoden und geht damit weit über die historische Nutzung von "heißen Quellen" als Thermalbäder beispielsweise in Budapest (seit etwa 1918) hinaus.

Das Grundprinzip des Erdwärmeprojektes in Unterhaching

erdwärmeprojekt UnterhachingObwohl die technische Umsetzung sehr schwierig ist, ist die Grundidee der Geothermie vergleichsweise einfach: Ebenso wie nach Erdöl und Erdgas nicht mehr nur direkt unter der Oberfläche gesucht wird, werden heiße Quellen erst durch eine Tiefbohrung freigelegt. Dass es erst Anfang des neuen Jahrtausends zu diesem einzigartigen Projekt gekommen ist, liegt allerdings am Risiko. Denn in einem ersten Schritt muss mit Hilfe von Messfahrzeugen - sog. Vibrationsfahreugen - festgestellt werden, ob ein heisses Wasservorkommen vorhanden ist, welches in der Größe ausreicht, langfristig eine genügend große Menge Wasser abzugeben. Deshalb waren im Vorfeld der Projektumsetzung diese Fahrzeuge im Einsatz, um die grundlegende technische Machbarkeit zu prüfen. Nachdem die technische Machbarkeit geklärt ist, ist eine Entscheidung durch den zuständigen Gemeinderat und die Prüfung der Finanzierung nötig.




Geothermie ist absolut abgasfrei und umweltschonend

Geothermie beruht auf dem Prinzip, dass heißes Wasser aus dem Untergrund an fie Oberfläche geholt wird und dort seine Wärme entweder für die Verwendung als Energieträger für Fernwärme abgibt oder mit Hilfe von Turbinen direkt für die Stromerzeugung genutzt wird. Das dann abgekühlte Wasser wird nicht etwa mit Hilfe eines breiten, künstlichen Bachbettes abgeleitet, sondern in die ursprüngliche Geothermiequelle wieder zurückgepumpt. Somit kann es sich aufgrund der Wärme des Erdkernes wieder von Neuem erhitzen. Da die Wärme direkt dem Tiefenwasser entnommen wird, benötigt weder die Stromerzeugung noch die Fernwärme einen künstlich und immer nachzuführenden Brennstoff: Deshalb keine Kohlentransporte und auch keine Abgase. Auch Lastwagenkolonnen wird man vergebens suchen, das Erdwärmeprojekt Unterhaching benötigt deshalb nicht einmal einen Schienenanschluss.

Anerkannt als Erneuerbare Energie

Diese Vorteile der Geothermie hat auch der Gesetzgeber erkannt und stuft das Erdwärmeprojekt Unterhaching als erneuerbare Energie ein. Dies bedeutet die volle Förderung durch das Erneuerbare Energien Gesetz und damit auch eine Sicherheit in Bezug auf die garantierten Erlöse weit über ein Jahrzehnt hinaus.

Die anspruchsvolle Bauphase

Erdwärme tiefenbohrung UnterhachingDie technische Umsetzung ist bei der Geothermie die eigentliche Herausforderung. Das Gesamtvolumen des Projektes für beide Bohrungen und Wartung der wesentlichen Anlagen betrug demnach auch 80 Millionen Euro, gespeist aus verschiedenen Quellen. Zwei Tiefbohrungen mit einer Länge von jeweils weit über 3.000 Metern stellen eine Heißwasserquelle sowohl für Strom, als auch eine für Heizenergie zur Verfügung. Die Planung sieht vor, dass man etwa 60 Prozent der etwa 22.000 Menschen in Unterhaching mit Fernwärme versorgen kann und dazu noch Strom in erheblichem Ausmass produziert.

Die erste Bohrung wurde so 2003 begonnen und die zweite Bohrung schon im Jahr 2007. Die Inbetriebnahme des ersten Teils konnte schon 2007 gefeiert werden.

Klimaentlastung durch die Geothermie

Die durch die Geothermie und das Erdwärmeprojekt Unterhaching entstehende Klimaentlastung ist beeindruckend. Die Webseite des Betreibers gibt alleine für 2010 31.781.000 Kg CO2 an, die eingespart wurden.

Erdwärme klimaentlastung UnterhachingEine Umrechnung auf den CO2-Ausstoss eines populären Autos der Golfklasse macht dies deutlich: Ein 63 kw Golf emittiert etwa 134 g (!) pro Kilometer. Somit spart das Erdwärmeprojekt Unterhaching die Emissionen ein, die Autos mit einer jährlichen Gesamtfahrleistung von ca. 237.171.000 Kilometern verbrauchen würden.

Ebenso wird die Luftbelastung durch Schadstoffe aller Art reduziert, weil das Erdwärmeprojekt Unterhaching nach seiner Inbetriebnahme dazu geführt hat, dass viele Gasheizungen abgestellt werden konnten. In den Ein- und Mehrfamilienhäusern findet man dann nur noch einen kleinen Wärmeübergabe- und Wärmemesspunkt anstatt eine aufwändige Heizungsanlage.

Wer an dem Erdwärmeprojekt Unterhaching vorbeifährt oder dies im Rahmen einer Tour besucht, der wird staunen über die Laufruhe und die geringen Lärmemissionen, die dieses Wärme- und Stromkraftwerk verursacht.